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Vor 900 Jahren schrieb ein Prager Mönch dieses herrliche Werk

von | 16. Juni 2021 | History Blog | 0 Kommentare

.. über Macht und Glanz der böhmischen Könige!

Die böhmischen Könige hatten unser Dorf im Auftrag des deutschen Kaisers zu beschützen. Der deutsche König hatte im Jahre 1006 den Burgward Göda (Godobi) im Gebiet des sorbischen Gaues Milcza an das Bistum Meißen geschenkt. Der Zweck war die Missionierung der sorbischen Bevölkerung und die Ausstattung mit dienstbaren Bauern und ihren Abgaben. Unser Bühlau war der westlichste Ort des Burgward Göda. Die Grenze zu dem Gau Nisan wurde durch die Wesenitz markiert. Urkunden weisen keinen weiteren sorbischen Ort im westlichen Teil des Burgward Göda aus: Nur wir waren schon da! Und das ist beurkundet seit dem Jahre 1121.

Und wie kam es dazu?

Die damals mächtige Reichsburg Dohna (bei Heidenau) war vor 1120 zerstört worden. Der Kaiser beauftragte seinen Vasallen, den König von Böhmen, mit dem Wiederaufbau der Burg Dohna. Also machte er sich im Frühjahr 1121, nach der Schneeschmelze, auf den Weg nach Dohna. Dort erwarteten ihn schon die Abgesandten der sorbischen Adligen. Sie hatten nur eine Bitte: Der böhmische König möge doch die Teutonier (Deutschen) von dem Berg „Stulpen“ bei dem Flecken „villa Bela“ vertreiben. So schickte der König seine Ritter gen Stulpen und vertrieb die Deutschen.

Aber woher wissen wir das?

Der Mönch, der das Werk über den Glanz der böhmischen Könige schrieb, dokumentierte diese gute Tat des König Vladislaus in 1121 tief in den Seiten seiner Chronik. Diesem Cosmas Decanus gilt heute unser Dank für die Ersterwähnung im dicken Buch der Geschichte unseres Dorfes. Der Flecken „villa Bela“ ist seit dieser Zeit eingebrannt in die Landkarte des Burgward Göda und des Bischofs von Meißen.

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