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Fahrrad fahren 1900

von | 17. Oktober 2021 | History Blog | 0 Kommentare

Fahrrad fahren 1900Die Jahrhundertwende 1900 entwickelte sich in Bühlau eine Vereinshysterie. Neben anderen Vereinen gründete sich in Bühlau 1903 der Fahrradverein „Edelweiß“. Die Massenproduktion des sogenannten Sicherheitsniederrades mit Luftbereifung und Torpedorücktritt regte dazu an. Als Fortbewegungsmittel für Kurzstrecken wurde es beim Volk immer beliebter. Also sagten sich die Bühlauer: “Warum nicht gemeinsam Rad fahren und sich sportlich auszuprobieren?“.  Zu dieser Zeit sagte man über das Fahrrad, man wäre damit schneller am Ziel als die Eisenbahn! Die abgebildete Urkunde zeigt in ihren Bildern alle Möglichkeiten der sportlichen Betätigung mit einem Fahrrad: Massenausflug, Radrennen, Fahrradartistik und den bunten Fahrradreigen. In den 1920iger Jahren kostete ein importiertes chinesisches Fahrrad 20,– RM(!). Und das Fahrrad brachte auch Arbeit ins Dorf. Im Ort etablierte sich eine Fahrradhandlung und -werkstatt. Diese Schilder wurden am Rahmen des Fahrrades angebracht und waren Reklame und Firmenlogo. Sie zeugen von der Flexibilität unserer Einwohner, denn die Arbeit wurde keinem hinterhergetragen. Man musste sich kümmern. Dass der Fahrradverein der Auslöser des neuen Gewerbes in Bühlau war, ist wahrscheinlich. Den Händler und Reparateur im Ort zu haben, war günstig.

Fahrrad fahren 1900Fahrrad fahren 1900Die rechte Urkunde ist dem Schmied Max Müller überreicht worden. Sein Vater, Max Moritz Müller, hatte 1900 die Schmiede an der Hauptstraße übernommen, damals die Nummer 21B. Mein Problem ist, wer das Ehrenmitglied war? Ist es Max Moritz Müller oder sein Sohn. Sein Sohn Max hatte vermutlich bereits 1930 die Schmiede übernommen. Somit wäre es möglich, dass Max Moritz Müller nicht mehr aktiv im Verein tätig, aber wegen seiner Leistungen für den Verein ausgezeichnet wurde. Sollte einer im Dorfe das aufklären können, wäre ich dankbar.

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