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Familiengeschichten

von | 6. September 2021 | 0 Kommentare

Spuren im Land der Lebenden – Claus Sørensen besucht Bühlau

Spuren im Land der Lebenden – Claus Sørensen besucht Bühlau

Zwei dänische Nachkommen der Oberlausitzer Familie Rätze haben Sachsen besucht. Hier erzählen sie von einer Reise, die sie beide in die Vergangenheit - bis ins Jahr 1575 - zurückversetzte und gleichzeitig herzerwärmende Begegnungen bot. Text und Foto:Claus Sørensen  Ich wusste, dass meine Urgroßmutter aus Sachsen stammte. Aus der Oberlausitz.Ich wusste, dass sie 1873 in Uebigau bei Neschwitz geboren wurde, sich in der Neschwitzer Kirche taufen ließ, 1887 in Rammenau konfirmierte und 1893 in Rammenau heiratete.Ich wusste auch, dass sie 10 Kinder zur Welt brachte, bevor sie und ihre Familie 1903 nach Dänemark auswanderten. Zu diesem Zeitpunkt waren fünf der Kinder bereits gestorben. Unter den fünf Kindern, die nach Dänemark gingen, war meine Großmutter mütterlicherseits, die 1895 in Mickten geboren und in Kaditz getauft wurde. Aber weiteres wußte ich nicht, nichts mehr über die Zeit in Sachsen, nichts weiteres über die Abstammung meiner Urgroßmutter.Meine Urgroßmutter hieß Helene Auguste Berghausen, geborene Reck.Ich hatte 1855 die Konfirmationsurkunde ihrer Mutter von der Kirche in Uhyst am Taucher, die in diesem Jahr zum Schlüssel für eine Reise auf den Spuren der Familie wurde. Besuch von 14 Orten Es war gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit - und eine Reise in das Land der Lebenden. Ich habe die Reise mit der Cousine meiner Mutter, Kirsten Marie Berghausen, unternommen. Wir teilen das Interesse daran, so viel wie möglich über unsere Abstammung zu erfahren. Die Tour...

Die Dammmühle und die Familie Rodig

Die Dammmühle und die Familie Rodig

Familie Rodig hatte eingeladen und wir haben diese Einladung dankend angenommen. Im Jubiläumsjahr sind wir interessiert an Gesprächen mit Einwohnern unseres Dorfes, um die Vielfalt von Eindrücken, Erlebnissen und Bildern festzuhalten. Den ersten, äußerst romantischen Eindruck, bekam ich von einem Ölgemälde. Das Gemälde, geschaffen von einer Künstlerin aus dem Familienkreis, zeigt die Mühle in romantischer, realistischer Art. Der Eindruck ist überwältigend. Das Motiv führt uns in die Zeit der tätigen Schneidemühle unterhalb des Teichdammes. Bretter, Radstube und Teichüberlauf sind sichtbar. Und der Hinweis auf die noch zu bewältigende Landwirtschaft ist das Schaf im Vordergrund. Wenn man das Dorf Richtung Lauterbach verlässt und in den Mühlenhof schaut, haftet der Blick an der hervorspringenden Hauswand, die ein Wandbild schmückt. Das Wandbild vereint Geschichte und Familie Rodig. Seit 1853 befindet sich die Dammmühle im Familienbesitz. Die Generationen durchlebten schöne, aber auch bedrückende Jahre. Rodigs Familienalben erzählten uns Geschichten von vier Generationen. Spannend waren die Erlebnisse und Anekdoten von Herrn Rodig. In der Mühle gab es viel zu tun. Aber hinzu kamen einige Hektar Acker und Wald. Also noch mehr Arbeit. Dann kamen die Jahre nach dem 2. Weltkrieg! Nach dem Inferno Dresdens nahm die Familie Verwandte auf und half ihr die schweren Jahre zu überstehen. Fotos aus dieser Zeit machten die Runde. Ein Bild zeigte eine mächtige Eiche, im Hintergrund die...

Familie Berghausen – VON CLAUS SØRENSEN aus Dänemark

Familie Berghausen – VON CLAUS SØRENSEN aus Dänemark

Wie kommt es zu dieser besonderen Geschichte? Herr Claus Sørensen schickte mir über die Bühlauer Internetseite eine Nachricht. Er wollte noch mehr von seiner Familie erfahren, die Anfang 1900 in Bühlau lebte und dann nach Dänemark ausgewanderte. Ich bat ihn um einen Artikel, Fotos und die Hintergründe. Denn damals war es bestimmt ungewöhnlich, alles aufzugeben und woanders mit einer anderen Sprache komplett neu anzufangen.Vielen Dank für die Fotos und die schöne Geschichte. Ich hoffe, Herr Sørensen besucht Bühlau in der nächsten Zeit, sodass wir ihn persönlich kennenlernen können.Es gibt eine gerade Linie von Bühlau in Sachsen nach Herning in Dänemark.Hier der Bericht des Ziegelmeisters aus Bühlau und seiner Familie,die wegen der Armut das Glück in einem anderen Land suchten. VON CLAUS SØRENSEN Hermann Christian Isidor Berghausen war sein Name. Er war Ziegelmeister von Bühlau in den frühen 1900er Jahren. Er lebte einige Jahre mit seiner Frau und seinen kleinen Kindern in Bühlau, aber der Ton in der Tongrube begann zu Ende zu gehen. Die Ziegelei wurde aufgegeben und die Armut zwang die Familie Berghausen weg. Weit weg. 1903 suchten sie ihr Glück in Dänemark. Siedelten sich dort Hunderte von Kilometern nördlich an, bauten sich eine Existenz auf und wurden zu soliden und geschätzten Bürgern ihres neuen Landes. Berghausen war mein Urgroßvater. Geboren am 12.10.1865 in Hohenhausen in Lippe-Detmold. Er gehörte einer achtköpfigen Geschwistergruppe einer jüdischen Familie an, die...

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