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Bühlauer in der Allgemeinen Zeitung München 1851

von | 18. Dezember 2025 | History Blog | 0 Kommentare

Im Jahre 1847 bis 1851 wurden auch die Bühlauer von aufrührerischen Gedanken infiziert.

Als Dresden im Mai 1847 von aufständischen liberalen Bürgern zum Schauplatz des Unmutes über die zögerlichen Reformen des Königs wurde, waren auch Einwohner von Bühlau dabei. Sie lagen hinter Barrikaden oder drohten bei Demonstrationen den Ministern des Königs. Und sie standen auch preußischen Musketieren gegenüber!

Der Müller der Dammmühle schreibt dazu in einem Gesuch an das Amt Stolpen:

„Schon im Jahre 1849 wurde von dem früheren Besitzer des Häuschens (ehem. Gaststätte Heinrich) heimlich und in unbefugter Weise Bier und Brandwein ausgeschenkt. Als in dem gedachten Jahre im Monat Mai die revolutionären Zuzüge von Bischofswerda und Umgegend nach Dresden hier durch passierten, habe ich ihnen mein Haus verschlossen, während selbige in diesem Häuschen Unterkommen und Verpflegung fanden.“

Durch dieses Amtsschreiben wissen wir, dass Bühlauer Handwerker und Gesellen sich diesem Zuge anschlossen. Und wir wissen auch, dass diese Menschen vor Gericht gestellt wurden, oder sie mussten fliehen, wie Richard Wagner und Gottfried Semper und der Böttcher Ernst Wilhelm Kluge aus Haus Nr. 35 (Hübner, 1977 abgerissen)! Sie flohen ins Ausland: Nach Bayern! Nach der Rehabilitierung konnten sie zurückkehren!

Leider ist nicht aktenkundig, ob Frau Eleonore Mai ihren Mann hat wieder in die Arme schließen dürfen!

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