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Besuch im Bühlauer Museum und der Kirche

von | 10. Juni 2026 | History Blog | 0 Kommentare

Als ich an der Kirche ankam, war Paul Steglich schon vor Ort.
Dort warteten wir auf die Gruppe Lehrerinnen aus Radeberg und Umgebung, denn sie wollten unsere Kirche und das Museum kennenlernen.

Durch Zufall begegnete ich den Damen in einer Ausstellung und kam mit ihnen ins Gespräch. Jedes Jahr erkundeten die Damen gemeinsam Sehenswertes in der Dresdner Umgebung. Als ich ihnen von unserem Museum erzählte und einen Besuch in der Kirche anbot, entschieden sie sich sofort für einen Besuch.

Heute war es soweit!
Paul Steglich schloss die Kirchentür auf und ich erzählte etwas über das Haus, die Glocken, den Altar und das rätselhafte Altarbild von 1669.
Das Altarbild fasziniert durch den Widerspruch zum Abendmahl des Leonardo da Vinci! Denn die Apostel sind auf unserem Bild: Kirchenväter, Gerichtsschöffen, der Lehrer und begüterte Bauern. Alle hatten den 30 jährigen Krieg erlebt und die Kirche mühsam und entbehrungsreich bis zum Jahr 1669 wieder erneuert.
Pfarrer Nohr schaut uns rechts mit fragenden Augen. Ein Engel schmiegt sich an seinen linken Arm, er vertraut ihm.
Das Bild ist zeitgenössische Geschichte. Es ist die Wahrheit!
Dann traten wir über die ausgetretene Schwelle in die Sakristei ein.
Um 1820 wird sie als muffig und eng beschrieben und in die Erde gebaut.
Jetzt ist sie hell und freundlich.

Kleine historische Schätze sind hier eingeschlossen!
Der gekreuzigte Jesus ist auf einer Holztafel präsentiert. Er ist der Fund bei der Aufnahme der historischen Dielen des Dachbodens.
Die Arbeit ist stark beschädigt. Eine Bemalung ist erkennbar. Die Figur wird in das Jahr 1380 datiert.

Dann schloss Paul Steglich die Truhe mit den liturgischen Geräten auf.
Ich nahm die zinnerne Taufschale in die Hand! Sie ist 1844 in Pirna gegossen und ziseliert worden.

Auf der Taufschale sind Namen und Jahreszahlen eingeritzt. Das Datum 1669 nennt die Erneuerung der Kirche nach dem Dreißigjährigen Krieg: Die verantwortlichen Kirchenväter, den Schulmeister und den Pfarrer.
1844 wurde der Guss einer neuen Taufschale notwendig. Der Siebenjährige Krieg und die Napoleonischen Kriege hatten der Taufschale zugesetzt.
So entschlossen sich die Kirchväter, die Schale mit den alten und neuen Ziselierungen neu aufführen zu lassen.
Dann führte ich die Damen durch unser Heimatmuseum in der alten Dorfschule, dem jetzigen Bürgerhaus.

Als alle Fragen beantwortet waren, saßen wir im Gastraum bei Kaffee und Kuchen zusammen. Kaffee konnten wir kochen und jeder brachte etwas zu essen mit.
Bei Gesprächen miteinander und durcheinander wurde der Nachmittag ausgewertet.

Übrig blieb ein großes Dankeschön und ein Lob auf die Gastfreundschaft in unserem Dorf Bühlau.

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