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Familiengeschichten

von Beatrix Beyer | 6. September 2021 | 0 Kommentare

offizieller Flyer zur 850-Jahrfeier von Bühlau

Das war 1971 der offizielle Flyer zur 850-Jahrfeier von Bühlau ...Es fand ein umfangreiches Programm mit großem Festumzug statt. 1121-1971850 - JAHRFEIER  BÜHLAU vom 14. Juli 1971 bis 18. Juli 1971 Sozialistisch arbeiten - kulturvoll leben!Alle Kraft für die Stärkung unserer DDR undder sozialistischen Staatengemeinschaft!   PROGRAMM 14. Juli 1971 17.00 Uhr Filmveranstaltung (Familienveranstaltung)20.00 Uhr Filmveranstaltung (Erwachsene) 15. Juli 1971 15.00 Uhr  Rentnerveranstaltung *mit dem Humoristen Hans Nitsche musikalische Begleitung Fritz Paufler20.00 Uhr Vortrag: 850 Jahre Bühlau * 16. Juli 1971 15.00 Uhr Kindernachmittag20.00 Uhr  Bierprobe *  im Bierzelt mit dem Blasorchester FortschrittTanz auf der Freitanzdiele 17. Juli 1971 10.00 Uhr Schauübung der Freiwilligen Feuerwehr *13.00 Uhr Sportwerbegruppe *15.00 Uhr Modenschau19.30 Uhr Tanz mit dem Trio „Be-re-di" 18. Juli 1971 13.00 Uhr   Großer Festumzug16.00 Uhr  Kulturveranstaltung auf der Freitanzdiele(bei Regenwetter in der Turnhalle)20.00 Uhr Fackelzug mit anschließendem Feuerwerk Der Festplatz befindet sich an der Gaststätte „Erbgericht" *Festplakette berechtigt zum freien Eintritt Festzug Bild 1    Um 1100 serbische Siedler in unserem Gebiet Bild 2    1121 erste urkundliche Erwähnung Bühlaus Bild 3    Fränkische Siedler besiedeln unsere Gegend Bild 4    1218 Verkauf unseres Gebietes für 168 Mark Silber an den Bischof von Meißen Bild 5    Räuberstraße, Wegelagerer gefährden den Verkehr Bild 6   ...

11. Station — Jugendclub

11. Station — Jugendclub

Hier klang der Tag mit gegrillten Steaks oder Bratwürsten aus. Tommy Förster erzählte Interessantes über die Geschichte des Jugendclubs. Geschichte Jugendclub Bühlau hier war früher das Lebensmittelgeschäft der Herren Schaarschmidt und Nacke, später übernahm der Konsum das Geschäft bis zum Bau der grösseren Halle (heute Schulzens) Herr Nacke war eigentlich gelernter Kaufmann, betrieb aber trotzdem nebenbei eine Fleischerei im Keller des Hauses (die Tür zur Kühlzelle ist heute noch vorhanden), für die Schlachterei wurde aber auch die eiserne Wasserpumpe an der Westwand des Hauses benötigt Nach einigen unterschiedlichen Standorten zuvor wurde noch vor der Wende der hintere Anbau (Verkaufsstelle) Jugendclubzimmer. In den hinteren Räumen war in den 80er Jahren bis ca. 1993/94 eine Mietwohnung eingerichtet (u.a. wohnten hier Lauermanns, Schewens und zuletzt Peter Kunath) Der Boden wurde lange Zeit als Lager für die Feuerwehr genutzt. Später bastelte dort Peter Kunath an unzähligen Fernsehern – sein Hobby als ehemaliger Robotron-Arbeiter. Ab 1995 konnten auch die hinteren Räume von Jugendlichen genutzt werden und der Jugendclub vergrösserte sich auf das ganze Haus. Das war die Rettung für das Gebäude, welches lange Zeit in den 90er Jahren auf der Abrissliste der Gemeindeverwaltung stand. 

10. Station — Sägemühle

10. Station — Sägemühle

Das Sägewerk ist dank dem jetzigen Besitzer Herrn Schuster zu einem Schmuckstück am Ortseingang geworden. Herr Schuster erzählte über die Vergangenheit und zukünftige Vorhaben. Man konnte viele Räume und Gebäudeteile besichtigen. Wer wollte, konnte frisch geräucherte Forellen probieren. Auch eine Kahnfahrt auf der Wesenitz war möglich. Das Sägewerk (Sägemühle) Die Sägemühle ist bis heute die einzige Mühle Bühlau’s mit einem zuverlässigen Wasserzulauf durch die Wesenitz. Jedoch wurde der natürliche Verlauf des Flusses verändert. Im 19.Jahrhundert diente das Sägewerk als Mahlmühle. Später, im Jahre 1905 wurde der landwirtschaftliche Bezugsverein „Spar- und Darlehnskasse“ gegründet. (Zu vergleichen mit den Raiffeisenbanken in Westdeutschland) Es kamen gute Zeiten und auch der Geldschrank war immer gefüllt. Ab dem Jahre 1948 wurde Helmut Rodig Außenstellenleiter (bis 1982) und Hauptbuchhalter (bis 1975) der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG), welche das Sägewerk kaufte. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg liessen die Mitarbeiter von den Bauern insgesamt 75 Festmeter ungenutztes Holz schlagen und weiter verarbeiten, mit der Bitte, dieses Holz für BHG-Zwecke zu nutzen. Dabei gab es beinahe ein Problem mit den Behörden, die den Massnahmen nur rechtmässig zustimmten, da die Bauern offiziell das Holz spendeten. Aus dem verarbeiteten Holz der BHG in Bühlau und den Steinen von Trümmerbergen der Stadt Dresden (als Folge der Bombenanschläge im Zweiten Weltkrieg), wurde die BHG...

9. Station — Bürgerhaus Reimann

9. Station — Bürgerhaus Reimann

Das Reimann´sche Gut Das Bauerngut erhielt um 1930 seine beeindruckende neubürgerliche Fassade. Ausschlaggebender Akteur war der damalige Bürgermeister Herr Paul Winkler (Vorfahr der Familie Reimann). In der Ära der zahlreichen Bühlauer Bürgermeister bis 1993 war er ein ganz rühriger.  Im haben wir unter anderem die gut ausgebaute Dorfstrasse zu verdanken. Mit Hilfe der damaligen Wohlfahrtsempfänger (Arbeitslose, fast zu vergleichen mit heutigen Arbeitsbeschaffungsmassnahmen bei einer sehr hohen Arbeitslosenquote in Deutschland Ende der 20er) wurde die Strasse verbreitert, Berge abgetragen und  Täler aufgeschüttet. So konnte man z.B. bei Hell´s und beim ehemaligen Gemeindehaus (heute Nickel/Pietschmann) vorm Straßenbau vom Weg aufs Dach langen. Wer sich wundert, dass die Pflasterung  nur bis zu Reimann´s Gut geht: das Material dafür gab es nur bis zu Weltwirtschaftskrise, die auch Deutschland hart erfasste. Ein Weiterbau war danach nicht möglich. Die Krise hatte für Paul Winkler trotzdem einen gewissen Vorteil. Die Rechnungen für den Strassenbau waren dann auch nur noch „einen Äppel und ein Ei“ wert. Zu Zeiten Paul Winklers wurde auch der Dorfbach begradigt. Dieser war früher viel kurviger. Die Begradigung ermöglichte z.B. erst den Bau der Häuserreihe zwischen Erbgericht und Reimanns. Auch die Turnhalle verdanken wir den Umständen Ende der 20er Jahre. Schuhfabrikbesitzer Michel wollte sich erweitern und das noch unbebaute Grundstück neben der Schule für einen Neubau nutzen....

8. Station — Erbgericht

8. Station — Erbgericht

Bei Kaffee und Kuchen im Innenhof erzählte der jetzige Besitzer über die Geschichte des Erbgerichtes und seine Pläne für die Zukunft. Das Erbgericht  (Lehngut) In den meisten Dörfern unserer Gegend gab es ein Erbgericht. (auch Erblehngericht genannt) Das Richteramt war in den meisten Fällen erblich. Nur ganz selten in Stiftsgebieten finden wir im Ausnahmefall auch ein „wälzendes“ Richteramt. In Bühlau und den meisten umliegenden Orten bestand außer dem Richteramt 1559 noch ein besonderer „Dingstuhl“ für die Dorfbewohner. In diesem wurde einmal Jährlich ein „Jahresding“ (Gericht) gehalten.Von 1493 bis 1559 fand auf Anordnung des Bischofs Johan VI die Rechtssprechung nur in Stolpen statt. Vor 1493 jedoch kamen bischöfliche Gerichtsbeamte in die Dörfer.Da durch die neue Anordnung von 1493 die bischöflichen Richter vom Dorfrichter nicht mehr beköstigt werden mussten, waren die Ortsrichter verpflichtet jährlich 12 böhmische Groschen an die bischöflichen Ämter in Stolpen zu zahlen. Die Bühlauer Erbrichter sind seit 1527 namentlich bekannt. Am 30.12.1527 übergab Johann VII dem Porcius Richter das Erblehngericht zu Belaw (Bühlau). 1559 übernahm dessen Sohn Paul Richter das Amt.Am 15.3.1599 schreibt man Das Lehnrichtergut in Bile ist dem Amte Stolpen heimgefallen, es soll mit dem Bruder des Lehnrichters besetzt und das Lehnpferd den Schlössern zu Stolpen ausgefolgt werden. Am 22.3.1681 übergibt der Amtmann dem Richter Christoph Büttner das Bühlauer Erbgericht.Am 29.6. 1734 wird die...

7. Station — Schmiede

7. Station — Schmiede

Die Schmiede war für die Besucher geöffnet. Wer wollte, konnte sogar selbst Hand anlegen. ‌                        

7. Station — Feuerwehr

7. Station — Feuerwehr

Beim deftigen Mittagessen konnte man eine kleine Pause machen. Schuhfabrik im Gebäudekomplex der Feuerwehr Schuhfabrik von Max Michel für Pantoffelherstellung um 1920 gegründet. Am Anfang ein 2-Mann-Betrieb mit seinem Schwager Paul Kern Der Betrieb vergrösserte sich so schnell (besonders im Krieg wurden viele Mitarbeiter eingestellt, aber zu ganz geringen Verdienstmöglichkeiten) Fabrik war erst ein ganz normales Haus, an welches angebaut wurde (späteres Gemeindeamt und Kindergarten), dazu musste Max Michel in den Fels bauen. Ende der 20er wollte sich Max Michel erweitern und dazu das Gelände nutzen, auf welchem die heutige Turnhalle steht. Da aber der damalige Gemeinderat unter Paul Winkler Angst hatte, dass die Fabrik zu viele Arbeitsplätze schafft und damit die Landwirtschaft zu sehr um diese beraubt, kaufte die Gemeinde das Gelände vorher und errichtete darauf die Turnhalle. Die Wiese gehörte ursprünglich zur Eckartschen Wirtschaft Max Michel musste nach Großharthau ausweichen. Der Betrieb wurde nach dem 2. Weltkrieg enteignet und in den 50er Jahren für die Feuerwehr, Kindergarten und das Gemeindeamt umgenutzt. Übrigens gehörte Bühlau bis 1945 zur Amtshauptmannschaft Pirna.

6. Station — alte Ziegelei – Familie Kessner

6. Station — alte Ziegelei – Familie Kessner

Geschichte der alten Ziegelei bis 1905/06 bis in die 20er Jahre Ziegelei noch komplett Lehm wurde in der Senke (rechts neben Teich) abgetragen und war irgendwann alle. Versuche des Besitzers (zum Beispiel an der Landstrasse nach Schmiedefeld zu, an anderen Orten Lehmgruben zu finden und zu nutzen, schlugen fehl Ziegeleimeisterhaus hinter Kessners Wohnhaus von Kessners war Ziegelscheune Die hohe Esse wurde Anfang der 20er Jahre abgetragen Schuhfabrikbesitzer Michel kaufte die Ziegel der Esse und nutzte sie für den Bau der Pantoffelfabrik (heute Feuerwehr) Wie für alle Kinder bildete auch die Ruine der Ziegelei für Helmut Rodig einen perfekten „Spielplatz“ Die Ziegelei gehörte zum Gut „Günther“, also dem Immobilienmakler Wustmann, der das Gut 1850 erwarb 

5. Station — alte Schule

Wissenswertes zur Schule Vor den 30er Jahren Dorfschule mit nur einem Lehrer, welcher gleichzeitig auch Kantor war. auf einem Foto von 1918 sieht man, dass 60 Schüler in einer Schulklasse zusammengefasst wurden. Es gab nur zwei Klassenstufen, die immer im selben Raum unterrichteten (im Gegensatz zur Stadt) nachmittag von 13.30 bis 15.30 Uhr die 1. bis 4. Klasse (80 min effektiv!), hauptsächlich Lesen, Schreiben, Rechnen vormittags von ca. 8.00 bis 10.00 Uhr die 5. bis 8. Klasse früher gab es noch eine alte Scheune als Anbau Richtung Kirche das Schuljahr begann damals schon am 1. April Sport wurde vor 1927 am alten Spritzenhaus getrieben, am Verkehrsdreieck Alte Strasse-Hauptstraße, dort gab es einen notdürftigen Turnplatz mit zwei eingegrabenen Reckstangen, den auch der 1907 gegründete Turnverein nutzte. Schon vorher gab es in Bühlau Sportvereine. Davon zeugen Abzeichen von einem Radfahrverein „Edelweiß“ vom Anfang des 20. Jahrhunderts Während im Spritzenhaus zwei Spritzen aufbewahrt wurden (darunter eine alte ohne Ansauger zum Schöpfen), wurden in der angrenzenden Tischlerei Kunath Turmgeräte aufbewahrt (u.a. ein Barren). Für weitere Leibesübungen wurde auch der Saal des Erbgerichts genutzt. Erst 1927 wurde die Turnhalle gebaut. 

5. Station — Gemeindehaus (heute Nickel/Pietschmann)

Nach Plänen von 1921 durch Baumeister Otto Steglich aus Gottleuba wurde das Gemeindehaus bis 1923 fertig gestellt. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Gemeindeamt, weil zur damaligen Zeit noch die Gemeindeämter mit den Wohnhäusern der Bürgermeister gleichzusetzen waren. Somit ist das Gemeindeamt immer gewechselt, z.B. bis in die 20er bei Grützner, dann bei Winkler , später bei Richter, dann bei Weber. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde Kettner´s Haus (Michel´s Schuhfabrik) zum Gemeindeamt umfunktioniert. Im Gemeindehaus gab es eine „Notschlachte“. Bei „Rotlauf“ bei Schweinen wurden diese geteilt und gekocht. Das Kochen war bei dieser Krankheit Pflicht. Die Notschlachte gab es aber nur noch bis in die 20er Jahre. Später wurde ein Teil des Gebäudes auch als Post genutzt, in dem z.B. Hilde Lauermann arbeitete. Der Hausbau lag u.a. auch in den Paul Winklers Amtszeiten als Bürgermeister, welcher auch den Wegebau zum späteren Konsum vorantrieb. Das Gemeindehaus war schon immer ein „Sozialbau“, in welchem Mietwohnungen für arme Leute eingerichtet wurden. Es hält sich bis heute das „Gerücht“, das es im Gemeindehaus ein „Gefängnis“ gab. Das rührt aber eher daher, dass wie in jedem Ort auch in Bühlau ein Raum eingerichtet werden musste, der es den „Dorfbitteln“ (obdachlose Bettler) ermöglichte, in Notzeiten zu übernachten. Die „Dorfbittel“ gab es bis in die 30er Jahre. Das waren nicht immer „allein gelassene“ Leute. Manche lebten so nach ihrer eigenen Art.  Auch bei Rodig´s kamen ab...

5. Station — Gaststätte Rodig

gebaut nach 1872 kleine Gaststätte (Mauer ging bis zu Helmuts Wohnungsteil (von Hauptstrasse linke Wohnhälfte), welche um 1890 mit einem Anbau vergrössert wurde (dann 28m lang und 11m breit) Erster Besitzer war ein Herr Füllborn, gefolgt von seinem Schwiegersohn Wilhelm Jäckel) 1912 kaufte Helmut Rodigs Vater Artur die Gaststätte.(geboren und aufgewachsen ist Helmut im Gut von Hanne Jäckel, welches Artur bis 1912 bewirtschaftete. Das Gut tauschte/ verkaufte Artur für die Gaststätte) Schon gewusst? 1912 war auch das Jahr, indem Bühlau elektrischen Strom bekam (ersichtlich am Foto des Turnvereins von 1912 – dort fehlen die Hochleitungen noch). Telefonleitungen waren aber schon vorhanden, da der Molkereibesitzer Schoknecht dieses für seinen Betrieb benötigte.  die Gaststätte wurde mehrfach umgebaut, früher gab es z.B. 4 Türen an der Front es gab auch lange zeit ein Lebensmittelgeschäft (Materialwarenhandlung) im Haus, eines von zweien im Ort (zweites im Jugendclub). die Gaststätte überdauerte den Laden um einige zeit und schloss 1989 zur WendeO-Ton Helmut Rodig: „Kurz vor der Wende wurde mir die Diskussion in der Gaststube zu schief und ich schloss.“ jetzt nutzen Rodigs die Gaststube als Schlafzimmer.  

5. Station — Bäckereien in Bühlau

Die erste Bühlauer Bäckerei produzierte im Wohnhaus von Familie Gneuß/ Gröschel an der Kirchstraße. In diesem Haus war einst auch das Postamt, in welchem Max Schneider arbeitete. Noch nach 1916 bestand die alte Bäckerei, so dass man davon ausgehen kann, dass es kurze Zeit sogar zwei Bäckereien in Bühlau gab, denn: Vor 1914 wurde die neue Bäckerei am jetzigen Standort neben der Schmiede (vorher befand sich dort der Dorfgarten) gebaut, da die alte den Bedarf nicht mehr decken konnte. Erster Besitzer der Dampfbäckerei war Erwin Wächter, welcher eigentlich Landwirt war. Der Betrieb der neuen Bäckerei setzte aber erst nach dem 1. Weltkrieg ein (1919/20). Später übernahm die Bäckerei die Familie Schossig (die Tochter des damaligen Bäckers Frau Preusche lebt heute in Bischofswerda). In den 90ern übernahm Maik Hantzsch aus Großdrebnitz den Betrieb von der Familie Domehl.

5. Station — Die Knochenmühle (Kirchmühle)

Die Knochenmühle gehörte zum Hant`schen Gut, wurde 1791 auch als einstühlige Mahlmühle erwähnt und war zum Knochenstampfen und zum Antreiben der Dreschmaschinen ausgerüstet. Aus dem Teich am alten Ziegeleihaus (heute Familie Kessner) floss der kleine Kesselbach in Gräben oder Rohrleitungen zum Mühlrad. Leider reichte diese gewonnene Energie jedoch nicht für einen durchgängigen Betrieb der Mühle aus.Man war darauf angewiesen, immer wieder einige Stunden zu warten, bis sich genügend Wasser angestaut hatte, um erneut Energie zum Antrieb des Mühlrades zu gewinnen. Das Mahlen und Knochenstampfen wurde hier bereits vor dem Ersten Weltkrieg eingestellt.Frau Dora Kühn verkaufte das nicht mehr genutzte Mühlengebäude, welches 1961 zu einem Einfamilienhaus umgebaut wurde. 

5. Station — alte Molkerei

5. Station — alte Molkerei

Eine umfangreiche Ausstellung war hier eingerichtet. Herr Helmut Rodig, der älteste Bürger von Bühlau, erzählte Interessantes über die Geschichte der Molkerei. Man konnte auch ein Video aus den 50iger Jahren anschauen. Historie Molkerei Vorher bekannt unter Günther´s Gut ca. 1850 gekauft von einem Immobillienhändler, der nur als „Güterschlächter“ bezeichnet wurde wurde im letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts als Genossenschaftsmolkerei  von Bühlauer und Weickersdorfer Bauern gegründet wurde am 1. Juli 1906 käuflich von Wilhelm Schoknecht erworben 1912 erwarb Schoknecht in Dittersbach das Molkereigrundstück 1918/19 Gründung Molkereien Lichtenhain und Rosenthal-Schweizermühle 1924 Einrichtung Schweinemästerei und Fleischerei mit Verkaufsladen in Molkerei Bühlau 1932 Kauf der Gebäude und 54.000 qm Anwesen der früheren Möbelfabrik von Arthur  Lange am Bahnhof Großharthau und Umbau als Molkerei 2. Januar 1933 Eröffnung als modernste Produktionsstätte Zu Produktionshochzeiten wurden Unmengen an Wasser gebraucht, welche aus dem weit  entfernten grossen Teich (30m lang) an der Linde über eine Wasserleitung bezogen wurde 1937 Milchhof Großharthau wurde zum Lehrbetrieb und Herr Schoknecht als  Lehrmeister ernannt 1945 Infolge Kriegseinwirkung Unterbrechung der Produktion des gesamten Betriebes 21.Mai 1945 Wiederaufnahme der Produktion mit geringer Leistung im Jahre 1945 trat Herr Dipl.-Ing. Edmund Steinmann, Schwiegersohn des Herrn  Schoknecht, in die neu gegründete Offene...

2. Station — Dammühle

2. Station — Dammühle

Geschichte der Dammmühle (Tannmühle) 1670 wird in Bühlau ein „Kleppermühlchen“ mit einem Gang erwähnt, die Hans Paulen, dem Tannenmüller, gehörte.Damit ist die Damm-Mühle gemeint, die 1711 Hans Hamozscheln gehörte und damals immer noch nur einen Gang hatte. 1822 brannte die Mühle herunter.Über der Tür  des Wohnhauses steht „ Nr. 33 CBH 1834“ Man nimmt an, dass es sich dabei um das Datum des Wiederaufbaus des Wohnhauses handeln.Bis zu diesem Datum war die Mühle im Besitz der Familie Henzschel. Aus einer weiteren Inschrift über dem Seitengebäude geht hervor, dass ab 1852 J.E. Rodig der neue Besitzer der Damm-Mühle war.1912 übernahm Julius Otto Rodig generationsbedingt die Mühle. Ab 1950 wurde die Damm- Mühle zur Futtermittelaufbereitung von der LPG „Freie Erde“ betrieben. In der nebenan gelegenen Scheune, baute die LPG eine Zentralrohrsiloanlage zur Getreidelagerung. Der oberhalb der Damm-Mühle sich befindende Mühlteich wird 1625 erstmals erwähnt. Er stand damals unter dem „Amte Stolpen und war 3 Acker und 19 Ruten groß“.Sein Ausmass hat sich seit dem wenig verändert.1727 wurde ein neuer Ständer gesetzt. Er enthält die Jahreszahl mit Kurschwertern. Wahrscheinlich ist damals die Strasse über dem Damm neu gebaut worden. Denn schon 1727 berührte die Poststrasse Dresden-Schmiedefeld-Bischofswerda den Ort Bühlau.In dieser Zeit ist auch die alte Wesenitzbrücke an der niederen Mühle errichtet worden, die 1958 einen Hochwasserschaden erlitt und 1960 schliesslich abgerissen wurde....

1. Station — Gaststätte Heinrich

günstig am Weg zwischen Stolpen und Bischofswerda Leute kamen früher mehr zusammen. So war die Gaststätte gut besucht und auch Treff von Bühlauer Vereinen wie dem Unterstützungsverein „Concordia“ Bühlau, welcher sich aus für von der Reichswehr Ausgemusterten u.a. in den 20er Jahren zusammensetzte und sozusagen das Gegenstück zum auch in Bühlau bestehenden Militärverein bildete, welcher seit 1927 in Bühlau bestand und sich eher in Rodigs Gasthof traf 8-eckiger Tisch und Stühle wurden für das Dorfmuseum zur Verfügung gestellt Willy Heinrich, geb. 1882, gest. 1970, kaufte das Haus 1910 (Vorbesitzer hatte ein Holzbein: Name?). Ursprünglich stammt Willy vom Heinrich´schen Gut in Schmiedefeld. Frau Lidy, geb. 1884, gest. 1955, stammt aus Cunnersdorf Tochter Hilde wurde im Kaufsjahr 1910 geboren. Hilde Heinrich ist mit Helmut Rodig in die Schule gegangen (ein Jahrgang)) Die Kneipe führte Lidy. Willy wurde erst als Rentner im Gasthof aktiv. Zuvor war er Zimmermann und beschäftigt in der Molkerei Großharthau (Reparatur von Fässern und Tonnen). Auch Hilde als spätere Wirtin arbeitete zuvor als etwas ganz anderes, nämlich als Angestellte in der Schuhfabrik. Nur nebenbei half sie in  der Kneipe. Im Jahre 1942 heiratete Hilde einen Herrn Petzold von Putzkau und übernahm dessen Nachnamen. Es war eine kurze „Kriegs“-Ehe, denn der Mann kam nicht mehr von der Front zurück und gilt als vermisst. Hilde führte die Kneipe nach dem Tod der Eltern allein bis zum Jahre 1985, in welchem sie...

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